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Meine weitere Entwicklung bis heute

Nach meinen sportlichen Erfahrungen nun zu weiteren Einzelheiten meines beruflichen Lebenswegs.

Nach Durchlaufen von Grund- und Hauptschule, die mir leicht fielen, trat ich anschließend ins Gymnasium in Miesbach über.

Auf dem Gymnasium tat ich mir schwer, was mich zum Wechsel auf die Wirtschaftsschule in Holzkirchen veranlasste.

Dort machte ich meine Mittlere Reife und bewarb mich dann für die Lehrstelle als Hotelfachmann im „Bayerischen Hof“ in Miesbach.

Ich tat dies damals nur, weil die Ausbildungssuche zu jener Zeit so schwer war, dass man als Durchschnittsschüler keine große Auswahl hatte.

Ich erwähnte bereits meine wiederholten Lungenerkrankungen in meiner Jugend, die mir sehr zu schaffen machten. Die letzte Lungenentzündung befiel mich im Alter von 17 bis 18 Jahren – eigentlich ein Lebenszeitpunkt, in dem man sich wünscht, dass vieles beginnen sollte, wie etwa Autofahren, der Antritt einer Lehre usw.

Aber nein, ich musste ins Krankenhaus, wo mir schließlich der Arzt mitteilte, dass ich ohne klinischen Beistand in Lebensgefahr gewesen wäre. Ich war ernüchtert.

Aber ich hatte Glück, und der Keim in der Lunge wurde niedergekämpft.

Zur Ausheilung durfte ich eine Kur in Wangen machen, die mir bis zum heutigen Tage sehr geholfen hat. – Kaum hatte der Kuraufenthalt begonnen, wollte ich schon wieder heim, da mir die neue Umgebung, unbekannte Menschen und andere Ärzte zunächst nicht geheuer waren.

Die Umgewöhnung brauchte seine Zeit, in der ich jedoch Menschen mit anderen Krankheiten kennen lernte. Das alles war für mich Neuland.

Dort konnte ich aber meine Schullaufbahn fortsetzen und mich auf meine Mittlere Reife in Holzkirchen vorbereiten.

Endlich kam der Durchbruch: Ich durfte zur Mittleren Reife antreten, eine Lehre beginnen und sogar den Autoführerschein machen. Auch den Abschluss zum Hotelfachmann konnte ich dort noch erfolgreich durchziehen.

Dann – nach der Prüfung war ich erstmal drei Monate arbeitslos, bis sich eine Stelle als Rezeptionist im Hotel „Leder“ in Bad Wiessee auftat. Leider dauerte meine Beschäftigung dort nur einen Monat, weil die Firma wenig später in die Insolvenz ging.

In meiner Lehrzeit und in jenem einen Monat hatte ich unterschiedlichste Menschen kennen gelernt, die mich schätzten. Dies war für mein eigene Wertschätzung von bleibender Bedeutung.

Nun schloss sich eine Tätigkeit im Hotel „Alpenclub“ in Schliersee an, einem Betrieb, der einer US-amerikanischen Hotelkette unterstand. Dies führte zur Aufbesserung meiner Englisch-Kenntnisse – sehr dienlich, weil ich mit meinem Schulenglisch nicht weit kam.

Noch heute pflege ich teils sehr gute Bekanntschaften aus jener Zeit.

Nach 1½ Jahren war ich nervlich leider am Boden, weil die anstrengenden Wechselschichten meine Gesundheit aufrieben.

Da ich keine Zeit mehr für Familie und Freunde hatte, entschloss ich mich schließlich, zu kündigen. Neuerliche Arbeitslosmeldung war die Folge.

In dieser Zeit habe ich mich in verschiedenen Hotels beworben, die jedoch meine Berufserfahrung als nicht ausreichend einstuften.

Ich habe mich daraufhin im „Hotel Bayern“ in Tegernsee beworben, wo ich anfänglich als Aushilfe im Empfang arbeitete, aber später einen festen Vertrag als Page bekam. Auch in dieser Stelle erweiterte sich mein Bekanntenkreis und vertiefte sich meine Menschenkenntnis.

Nach einem halben Jahr hieß es dann jedoch: „Herr Huttner, wir müssen Ihnen leider kündigen – wegen Umstrukturierung.“

Ab diesem Zeitpunkt hatte ich keine Lust mehr auf Gastronomie. Wieder musste ich mich – zum letzten Mal – arbeitslos melden.

Meine Gedanken um eine neue Tätigkeit gingen in eine andere Richtung.

Ich hatte das Glück, dass meine Schwester Julia damals in der Ausbildung zur Groß- und Einzelhandelskauffrau stand. Einer ihrer Lehrer sollte für mich bedeutsam werden.

 

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